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Der BMI der Superhelden

Comichelden als Vorbilder?

Mit meinem Sohn schaue ich derzeit sämtliche Marvel-Filme rauf und runter. Großartiges Kino, die Pandemie scheint kurz vergessen. Frauen und Männer teilen sich in den meisten Filmen völlig gleichberechtigt die Superkräfte des Universums. Aber genauso politisch korrekt sind die Darstellungen ihrer Körperproportionen nicht.

Zwei Wissenschaftlerinnen der State University untersuchten kürzlich 3.752 Marvel-Comicfiguren auf Ihre BMI-Werte. Die Forscher fanden heraus, dass die Heldinnen im Durchschnitt am unteren Ende des Normalgewichts lagen, jede Vierte war sogar besonders stark und medizinisch bedrohlich untergewichtig. Die Männer hatten dagegen in 64% deutlich zu hohe BMI-Werte (wenngleich hier Muskeln und Fett nicht unterschieden werden).

Filmhelden sind zweifelsohne Projektionen unserer Wünsche. Wespentaillen und breite Schultern sind „supernormale“ Übertreibungen, dessen wonach wir physiognomonisch streben. Zumindest in unserer Kultur. Aber sie geben ein schlechtes Vorbild ab.

Heute abend wirkt der das Übergewicht der männlichen Avengers auf mich sedierend. Mein BMI ist nämlich eindeutig niedriger also der von Captain America und der von Hulk! Sehr beruhigend, da ist also noch Luft nach oben. Ich lasse mir die Pizza gleich schmecken. Mit extra Käse natürlich.

Guten Appetit Ihnen allen und ein schönes Wochenende

Burch, R. L., & Johnsen, L. (2020). Captain Dorito and the bombshell: Supernormal stimuli in comics andfilm. Evolutionary Behavioral Sciences, 14(2), 115–131. https://doi.org/10.1037/ebs0000164

 

 

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